VCÖ Factsheet: Mobilitätssicherung im Wohnbau statt Parkplatz-Zwang

Verkehr & Luft & Industrie

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat ein neues Factsheet über den Parkplatzzwang im Wohnbau herausgegeben.

„Der Zwang zu Pkw-Stellplätzen verteuert den Wohnbau. Carsharing, Nähe zum Öffentlichen Verkehr und attraktive Fahrradabstellanlagen sind der zeitgemäße Ersatz für die Pkw-Stellplatzverpflichtung“, argumentiert der VCÖ.

In Österreich werden im Jahr 2030 rund neun Millionen Menschen wohnen, das sind um 600.000 mehr als heute. Dieses Bevölkerungswachstum wird vor allem in den großen Städten und deren Umland stattfinden. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Ein-Personen-Haushalte zu. „Die wachsenden Städte können es sich nicht leisten, durch den verpflichtenden Bau von Pkw-Stellplätzen wertvolle Flächen zu vergeuden und den Wohnbau künstlich zu verteuern.“

In Wien und Graz sinkt die Anzahl der Autos im Verhältnis zur Bevölkerungszahl seit einigen Jahren, informiert der VCÖ, und auch „Österreichweit steigen die Menschen verstärkt vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel und das Rad um. Die Stellplatzverpflichtung schreibt derzeit für jede neue Wohnung die Errichtung von mindestens einem Parkplatz vor. Dieser gesetzliche Zwang ist bei sinkender Bedeutung des Privat-Pkw nicht mehr zeitgemäß und hält die Preise für den Wohnbau unnötig hoch. Vor allem in den Städten gibt es immer mehr Haushalte ohne eigenes Auto, die daher keinen Garagenplatz benötigen.“

Das neue Factsheet „Mobilitätssicherung im Wohnbau statt Parkplatz-Zwang“ steht auf der Webseite des VCÖ gratis als Download zur Verfügung.

VCÖ Factsheet: Mobilitätssicherung im Wohnbau statt Parkplatz-Zwang