VCÖ-Factsheet: Ultra-Feinstaub macht krank

Verkehr & Luft & Industrie

„Die Gesundheitsschäden durch kleine Feinstaub-Partikel sind viel größer als bisher angenommen wurde. Es braucht in Österreich mehr Messstellen, strengere Grenzwerte und wirksame Maßnahmen im Verkehr“, berichtet der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einer Pressemitteilung. Der VCÖ hat deshalb jetzt ein Factsheet mit allen wichtigen Informationen rund um das Thema Ultra-Feinstaub veröffentlicht.

„Je kleiner der Feinstaub, umso gefährlicher für unsere Gesundheit. Die ultrafeinen Partikel können unter anderem zu Lungenschäden, Krebs und Herzinfarkt führen und das Wachstum von Kindern beeinträchtigen. Der Richtwert der Weltgesundheitsorganisation WHO für die kleinen Feinstaubpartikel (PM2,5) beträgt maximal 10 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In jenen Landeshauptstädten Österreichs mit PM2,5-Messstellen wurde dieser Wert zuletzt deutlich überschritten. Doch in der EU ist der Grenzwert für PM2,5 ab dem Jahr 2015 mit 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft doppelt so hoch als von der WHO empfohlen.“

In den Hauptstädten ist der Verkehr der Hauptverursacher des krebserregenden Feinstaubs, berichtet der VCÖ. Österreichs größtes Problem sei Dieselruß, der Anteil an Diesel-Pkw ist in Österreich mit 56 Prozent doppelt so hoch als zum Beispiel in Deutschland. Selbst heute noch würden die gesundheitlichen Schäden von Lobbyisten verharmlost, der VCÖ kritisiert weiters „laxe Messwerte und fehlende Messstellen“.

Das Factsheet „Ultra-Feinstaub macht krank“ steht auf der Webseite des VCÖ als Download zur Verfügung.

VCÖ Factsheet „Ultra-Feinstaub macht krank“