VCÖ: In der EU wird fast die Hälfte des importierten Palmöls für „Bio“diesel verwendet
Seit dem Jahr 2010 hat sich in der EU die Beimengung von Palmöl in Biodiesel versiebenfacht, wie eine jetzt veröffentlichte Studie von „Transport & Environment“ (T&E) zeigt.
Fast die Hälfte des in der EU verbrauchten Palmöls fließt in die Tanks von Fahrzeugen. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) weist auf die katastrophale Klimabilanz von Palmöl hin. Der in der Europäischen Union verkaufte Biodiesel hat im Schnitt eine schlechtere CO2-Bilanz als fossiler Diesel. Der VCÖ fordert eine umfassende Änderung der EU-Biotreibstoff-Politik.
„Die EU-Biotreibstoff-Politik hat den Verkehr nicht klimafreundlicher gemacht, sondern das Gegenteil davon erreicht“, sagt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Laut der T&E-Studie wurden in der EU im Jahr 2014 bereits drei Millionen Tonnen Palmöl in den Dieselmotoren von Pkw und Lkw verbrannt.
Der Verbrauch des klimaschädlichen Palmöls für Treibstoff hat sich in der EU seit dem Jahr 2010 versiebenfacht, kritisiert der VCÖ. Insgesamt fließen bereits fast die Hälfte des in der EU verbrauchten Palmöls in ("Bio")Diesel, der damit alles andere als klimafreundlich ist. Denn für den Anbau von Palmöl-Pflanzen werden Regenwälder gerodet und damit die globale Klimasituation massiv verschlechtert.
Der VCÖ fordert eine rasche Änderung der EU-Politik in diesem Bereich.