Vegucation: EU-Projekt fördert vegetarische gastronomische Berufsausbildung
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Das von der EU geförderte Projekt Vegucation reagiert auf den dringenden Bedarf nach einer europaweiten gastronomischen Berufsausbildung, die auf das Gebiet der pflanzlich-basierten Kochkunst spezialisiert ist.Die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Speisen legt das Bedürfnis nach gut ausgebildeten Lehrlingen, Lehrkräften und zukünftigen Köchen und Köchinnen offen, zumal Konsumenten vermehrt nach gesünderem, fleischreduziertem und fortschrittlichem Essen tendieren.
Auch haben sich Nachhaltigkeitsstandards zu einer Hauptkomponente der sozialen Unternehmenspolitik gastronomischer Unternehmen entwickelt. Der Großteil der europäischen Bevölkerung neigt zu übermäßigem Fleischkonsum und nährstoffarmer Kost. Zahlreichen ernährungsbedingten Krankheiten wie Herz-Kreislauf Erkrankungen, Fettleibigkeit, Diabetes, Gicht und bestimmten Krebsarten könnte mit einer vollwertigen fleischreduzierten Ernährungsweise vorgebeugt werden.
Eine rein pflanzliche Ernährung reduziert außerdem den persönlichen CO2-Fußabdruck um 83 % und spart pro Person täglich 1.700 Liter Wasser. Laut dem aktuellen „Living Planet Report 2014“ des WWF entfällt in Österreich mit 57 Prozent mehr als die Hälfte des ökologischen Fußabdrucks auf die Freisetzung von Kohlendioxid, gefolgt vom landwirtschaftlichen Anbau mit 20 Prozent. 92 des weltweiten Wasserverbrauchs gehen heute zu Lasten der Landwirtschaft.
Vegucation kann Köchen dabei helfen, eine ausgewogene und schmackhafte Speisenauswahl in Europas Kantinen einzuführen. Innovationsdruck durch Missstände in der gastronomischen Berufsausbildung ist in allen Partnerländern vorhanden.
Eine eigene Webseite informiert auch in deutscher Sprache über das Projekt, an dem acht Partner aus vier Ländern (Österreich, Deutschland, Belgien, Niederlande) teilnehmen. In jedem Partnerland ist die jeweilige nationale Vegetariervereinigung (NGO) eingebunden, zusätzlich nehmen vier Hotel- und Gastronomieschulen in Belgien und Deutschland an dem Projekt teil. Österreichischer Partner ist die Vegane Gesellschaft Österreich (VGÖ).