Verbände fordern 35 Prozent Erneuerbaren-Anteil bis 2030
7. Juni 18
Am 11. Juni treffen sich die europäischen EnergieministerInnen, um über die nächsten Schritte für das europäische Erneuerbare-Energien-Ziel bis 2030 zu entscheiden. Aus diesem Anlass haben nun mehrere Verbände für Erneuerbare Energien die Initiative „Go for 35%“ gestartet, die sich für einen Anteil der Erneuerbaren von mindestens 35 % bis 2030 einsetzt.
Die Kleinwasserkraft Österreich argumentiert: Mehr Erneuerbare Energien bedeuten in erster Linie sauberere Umwelt und mehr Klimaschutz, aber auch mehr Arbeitsplätze, Investitionen, Exporte und positive Einflüsse für unsere Gesellschaft. Mit der Erhöhung des Erneuerbare-Energien-Zieles von 27% auf 35% würden zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und wirtschaftliche Wertschöpfung schaffen. Mehr Erneuerbare Energie im System heißt aber auch, dass unser sauberer, klimaschonender Kleinwasserkraft-Strom nicht mehr mit gefördertem und daher billigem Kohle- und Atomstrom konkurrieren muss!
Auch Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft wirbt für weit ambitioniertere Ziele: „Nimmt man das Pariser Klimaabkommen ernst muss, man sich eigentlich für 45% erneuerbare Energien bis 2030 in Europa einsetzen“, erklärt Moidl und ergänzt: „Der Unterschied zwischen 27% und 35% sind nicht nur ein paar Prozentpunkte, sondern bedeutet auch, dass 92 Milliarden Euro weniger investiert werden könnten und 132.000 Arbeitsplätze nicht geschaffen werden.“
Kleinwasserkraft Österreich: Go For 35%
gofor35: EU-Ministerrat stimmt über 2030 Erneuerbaren-Ziel ab