Verbraucherschutz: 2014 fast 2500 gefährliche Produkte in der EU vom Markt genommen
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Die Europäische Kommission hat am 23. März 2015 neue Zahlen veröffentlicht, wonach im Jahr 2014 nahezu 2.500 Produkte – von Spielzeug bis hin zu Kraftfahrzeugen – entweder vor ihrer Einfuhr in die EU aus dem Verkehr gezogen oder danach vom Markt genommen wurden, da sie für die EU-Verbraucher eine Gefahr darstellen.Über das Schnellwarnsystem der EU können Informationen über gefährliche Non-food-Erzeugnisse, die irgendwo in Europa vom Markt genommen bzw. zurückgerufen wurden, schnell zwischen den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission ausgetauscht werden. Das wiederum ermöglicht, dass EU-weit geeignete Folgemaßnahmen wie ein Verbot oder die Einstellung des Verkaufs, die Rücknahme, der Rückruf oder eine Einfuhrverweigerung durch die Zollbehörden ergriffen und die Verbraucher informiert werden können. Im Jahr 2014 wurden 2.755 solcher Folgemaßnahmen im System registriert.
Die Website des Schnellwarnsystems wurde im Jahr 2014 fast zwei Millionen Mal aufgerufen. Über die neuen Suchmaschinen können Verbraucher und Unternehmen sich besser darüber informieren, welche gefährlichen Produkte entdeckt bzw. zurückgerufen wurden. 31 Länder (alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen) nehmen derzeit am System teil.
Im Jahr 2014 machten vor allem Spielzeug (28%) sowie Bekleidung, Textilien und Modeartikel (23%) ein Eingreifen erforderlich. Zu den am häufigsten im Zusammenhang mit diesen Produktkategorien gemeldeten Risiken zählen chemische Risiken sowie Verletzungs- und Erstickungsgefahr.
Die 2014 am häufigsten gemeldeten chemischen Risiken betrafen Schuhe und Lederwaren (z.B. Chrom VI, das Hautreizungen hervorrufen kann), Spielzeug und Babyartikel (z.B. fruchtbarkeitsschädigende Weichmacher) und Modeschmuck (z.B. gesundheitsschädliche Schwermetalle).
China steht im Frühwarnsystem nach wie vor ganz oben auf der Liste der Ursprungsländer. Im letzten Jahr betrafen – wie bereits 2013 – die meisten Warnmeldungen Produkte aus China (64%).