Verpflichtender Ausweis des CO2-Fußabdruckes im Tourismus?

Klima & Energie

respect – Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung führte in Kooperation mit den Naturfreunden Internationale eine Expertenkonsultation über die Anwendbarkeit eines verpflichtenden CO2-Ausweises für Tourismusdienstleistungen durch. Ein Diskussionspapier stellt unterschiedliche Standpunkte dar und erörtert Fragestellungen für eine Umsetzung.

Bestimmte Tourismusdienstleistungen – vor allem jene in Verbindung mit Flug- und Fernreisen – können im Vergleich zu alltäglichen Konsumprodukten einen überproportional hohen CO2-Fußabdruck aufweisen. Obwohl der Tourismus in den Medien regelmäßig als Mitverursacher des Klimawandels aufgegriffen wird, herrscht aufgrund der Vielzahl von kommunizierten Zahlen bei den Konsumenten nach wie vor Verwirrung über die genauen Klimawirkungen von Reiseprodukten. Dem Instrument des CO2-Fußabdrucks kommt in verschiedensten Branchen zunehmend Aufmerksamkeit bei der Bewusstseinsbildung über „klimafreundliches“ Konsumverhalten zu. Auch im Tourismus könnte eine verpflichtende und auf internationalen Berechnungsstandards basierende CO2-Kennzeichnung langfristig dazu beitragen, bei den Konsumenten das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen persönlichem Reiseverhalten und dem Klimawandel zu stärken. Das Diskussionspapier von respect fasst Standpunkte von verschiedenen Organisationen zusammen und beleuchtet Fragestellungen hinsichtlich Konzeption und Umsetzung.

Das englischsprachige Diskussionspapier „Compulsory carbon footprint labelling for tourism and travel services?“ finden sie hier