Vier Pfoten gegen Tiertransporte
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Die Stiftung Vier Pfoten hat am 22.März 2016 die internationale Kampagne #stopthetrucks gegen Langstreckentransporte von Tieren in der EU gestartet. Verbraucher*innen können auf der Webseite von Vier Pfoten über eine Petition die EU-Kommission dazu auffordern die bestehenden Transportrichtlinien zu überarbeiten.Jährlich werden innerhalb der EU und in Drittstaaten mehr als eine Milliarde Nutztiere transportiert. Bisher können diese Transporte länger als 24 Stunden dauern, wodurch es bei den Tieren zu Erschöpfung, Verletzungen und Dehydrierung kommen kann. Im Extremfall können die Tiere sterben. Zugleich steigern die schlechten Bedingungen das Risiko von Seuchen.
Vier Pfoten fordert, den Transport von lebenden Tieren auf maximal acht Stunden zu beschränken, oder wenn möglich durch Fleischtransporte zu ersetzten. Außerdem spricht sich die Stiftung für mehr Kontrollen aus, um bei Tierschutzverstößen direkt während der Fahrt und nicht erst am Zielort eingreifen zu können.
Mit ihren Forderungen steht die Stiftung nicht alleine da. Laut einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage wünschen sich rund 82 Prozent der EU-BürgerInnen mehr Schutz für Nutztiere, 60 Prozent wären bereit, für Produkte mit hohen Tierschutz-Standards auch mehr zu zahlen. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, sieht das als starkes Signal für die EU-Kommission.
Anlass der Kampagne sind auch Pläne der derzeitigen niederländischen EU-Ratspräsidentschaft. Deutschland, Dänemark und die Niederlande haben sich bereits über eine gemeinsame Initiative für eine Überarbeitung der EU-Transportrichtlinien verständigt. [Quelle, DNR]
Quelle, DNR:
Vier Pfoten
Deutschland Pressemitteilung
Vier Pfoten Petition gegen Tiertransporte
Sonderpublikation Eurobarometer
Deutscher Tierschutzbund