Vögel und Schmetterlinge kämpfen mit dem Klimawandel
Natur & Biodiversität
Der Klimawandel hat große, bereits messbare Auswirkungen für einzelne Tierarten, darunter Vögel und Schmetterlinge.Das sind die Ergebnisse einer neuen Studie, deren Ergebnisse in „Science for Environment Policy“, dem News Alert Service der EU-Generaldirektion für Umwelt, zusammengefasst werden.
Der globale Temperaturanstieg hätte sich im Zeitraum zwischen 1990 und 2008 um 249 km nach Norden verlagert, berichten die WissenschafterInnen. Das bedeutet, dass eine bestimmte durchschnittliche Temperatur – zum Beispiel dreißig Grad Celsius – im Jahr 2008 um 249 Kilometer weiter nördlich vorherrschte als im Jahr 1990.
Auch die Tiere verlagern ihren Lebensraum immer weiter nach Norden, können aber mit diesen raschen Temperaturveränderungen nicht mithalten. Dazu kommt, dass unterschiedliche Tierarten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit nach Norden wandern.
So hätten zum Beispiel Vögel in dem 28-jährigen Untersuchungszeitraum ihren Lebensraum durchschnittlich um nur 37 Kilometer nach Norden verlagert, Schmetterlinge hingegen um 114 Kilometer, berichten die ForscherInnen. Das bedeutet, dass viele Vogelarten, die ihren Nachwuchs mit Schmetterlingsraupen füttern, jetzt Probleme haben, ihre Jungen zu ernähren. Das hätte nachweisliche Konsequenzen auf die europäische Biodiversität, so die WissenschafterInnen.
Sciene for Environment Policy: Birds and butterflies fail to follow climate change temperature rise (en, pdf)
Studienergebnisse (en, pdf)