Vor Gipfel in Hamburg: Kritik an Klimapolitik der G20
Am 7. und 8. Juli treffen sich die Staats- und RegierungschefInnen der 19 wirtschaftsstärksten Staaten der Welt sowie der EU in Hamburg. Zahlreiche Proteste begleiten den Gipfel in der Hansestadt. Kurz vor diesem wurde nun ein Bericht präsentiert, der die Klimapolitik der G20 scharf kritisiert. Die G20-Länder sind für 75 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Wie der Bericht der Umweltorganisation Climate Transparency zeigt, sind die Länder der G20 derzeit weit davon entfernt, die im Pariser Klimaabkommen festgeschriebenen Ziele erreichen zu können. Kritisiert werden unter anderem die zögerliche Abkehr der Staaten von der Kohleenergie sowie eine nicht ausreichend ambitionierte Klimapolitik.
Mit dem derzeitigen Kurs könne das Zwei-Grad-Ziel nicht erreicht werden, stattdessen steuere die Welt auf drei oder vier Grad Erwärmung zu, so das Fazit des Berichts. Ein wichtiger Aspekt: Während Energie- und die CO2-Intensität sinken, wachsen jedoch Wirtschaft und Energieverbrauch. Dies verhindert ein Absinken der Treibhausgasemissionen.
Kein einziger G20-Staat sei laut StudienautorInnen auf dem richtigen Weg, damit die Klimaziele erreicht werden könnten. Die vielfach beschworene Abkehr von Subventionen für fossile Energien bleibt ein Lippenbekenntnis: 2014 flossen noch immer über 230 Milliarden US-Dollar an Unterstützung in Kohle, Öl und Gas.