Walfleisch in Los Angeles: Neue Beweise für internationalen Handel mit japanischem Walfleisch.
Natur & Biodiversität
Genetischer Fingerabdruck beweist Handel mit gefährdeten Arten.Der kommerzielle Walfang ist seit 1986 verboten. Ausnahmen gibt es unter anderem für den „wissenschaftlichen Walfang“ in Japan, das Fleisch der so getöteten Wale darf in Japan verkauft werden. Mit Genanalysen konnten WissenschafterInnen nun beweisen, dass das Walfleisch nicht in Japan bleibt: Zum Beispiel wurde in einem Restaurant in Los Angeles Fleisch eines Seiwals nachgewiesen, das ursprünglich in Japan verkauft wurde. Der Handel mit dem Fleisch gefährdeter Tiere ist nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen verboten. Die Besitzer des Restaurants in Los Angeles sehen sich mit hohen Strafen konfrontiert.
Als Konsequenz ihrer Ergebnisse fordern die ForscherInnen, Japan müsse eine Gendatenbank der getöteten Wale erstellen, um den illegalen Handel eindämmen zu können.