Wann kommt die nächste Ölkatastrophe? Ölförderung wird immer riskanter

Klima & Energie

Im Wettlauf um die letzten fossilen Ressourcen gehen Unternehmen zunehmend höhere, unverantwortliche Risiken ein. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle umwelt- und sozialpolitische Bewertung der Rating-Agentur Oekom Research.

Zunehmend mehr Öl- und Gasbohrungen finden demnach in den Ozeanen statt und gehen immer tiefer: Inzwischen stammt rund die Hälfte der fossilen Bodenschätze aus Quellen unter dem Meeresboden – Tendenz steigend. Wassertiefen von 1.000 m sind keine Seltenheit mehr, und es geht noch tiefer: Bei der Deepwater Horizon kamen zu mehr als 1.500 Meter noch 5.600 Meter Gesteinsschichten unter dem Meeresboden dazu.
Wenn die Branche keine Kurskorrektur vornimmt, so Oekom Research, seien weitere Katastrophen wie im Golf von Mexiko absehbar.

Interessantes Detail am Rande: BP ist im Corporate Rating von Oekom Research schon seit mehr als zehn Jahren als „Not Prime“ eingestuft. Grund: BP weist seit Jahren große Versäumnisse und Schwachstellen in den Bereichen Anlagensicherheit und Arbeitsschutz auf und wurde bereits vor der Katastrophe um die Deepwater Horizon anlässlich früherer Umweltverstöße in den USA, Russland und Südafrika massiv abgewertet.

Die Oekom Research AG ist laut eigenen Angaben eine der weltweit führenden Rating-Agenturen im nachhaltigen Anlagesegment. Geboten werden Informationen, um nachhaltiges Investment mit guter Rendite zu kombinieren.

Pressemeldung Oekom Research
Zusammenfassung der Studie
Oekom-Research