Warnung vor Glyphosat-Verharmlosung

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Umweltorganisationen haben an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis appelliert, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat erneut auf Krebsrisiken zu prüfen und neu zu bewerten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte Mitte November behauptet, es sei "unwahrscheinlich, dass Glyphosat eine krebserregende Gefahr für den Menschen darstellt". Damit widerspricht sie der Einschätzung der Weltgesunheitsorganisation (WHO). Die internationalen Expertinnen und Experten fordern EU-Kommissar Andriukaitis auf, die Einschätzung der EFSA und Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zurückzuweisen. Diese seien nicht transparent, basierten zu sehr auf nicht veröffentlichten Studien im Auftrag der Industrie und wichen von den Standards der wissenschaftlichen Praxis ab. So seien beispielsweise wichtige Hinweise auf eine erbgutschädigende Wirkung bei Tieren und Menschen ignoriert worden, heißt es in dem Brief der Wissenschaftler.

 Auch die Umweltorganisation PAN Germany forderte Andriukaitis auf, die Schlussfolgerungen der EFSA zu korrigieren und einer erneuten Genehmigung von Glyphosat nicht zuzustimmen. [ih, Quelle, DNR]

Quelle, DNR: Warnung vor Glyphosat-Verharmlosung
Offener Brief der Wissenschaftler an die EU-Kommission

Appell PAN Germany