Was passiert mit meinem Steuergeld? Neue Initiative fordert Daten-Transparenz der öffentlichen Hand

Österreich und seine Behörden verfügen über viele Daten: zu Steueraufkommen, Investitionen und Förderungen, Wirtschaftsleistung oder zur Gesundheitsvorsorge. Die internationale „Open Data“-Bewegung, eine Initiative interessierter BürgerInnen, fordert die Freigabe dieser Daten im Internet, Vorreiter sind Großbritannien und den USA. Präsident Obama hat „Open Government“, also transparente Regierungsführung, mit höchster Priorität in sein Regierungsprogramm aufgenommen.

Nun hat sich auch in Österreich eine Initiative gegründet, die die Prinzipien der „offenen Regierungsdaten“ durchsetzen will: Die „Open Government Data Initiative“.
Ziel ist es, alle von der öffentlichen Hand erhobenen oder finanzierten und nicht-personenbezogenen Daten in einem zentralen Verzeichnis zu veröffentlichen. Die Daten sollten in standardisierter Form zur Verfügung gestellt werden, in der Folge können interessierte BürgerInnen die Daten je nach ihren Bedürfnissen auswerten.

Da Daten derzeit oft doppelt erhoben werden, könnte durch die Transparenz auch die Effizienz der Verwaltung erhöht werden.
Die Forderung nach mehr Transparenz stößt allerdings auf erhebliche Widerstände: einerseits sind Daten oft bereits verkauft oder urheberrechtlich geschützt, andererseits gibt es in Österreich keine entsprechende „Kultur der Transparenz“.

Artikel ORF.at
Open Data-Initiative
Prinzipien der “Open Data”-Bewegung (en)