Welterschöpfungstag

Hochgerechnet heißt das - wir leben, als hätten wir vier Planeten zur Verfügung. Was wir dringend brauchen ist ein funktionierendes Kreislaufwirtschaftsgesetz. Österreich zeigt bereits, dass und wie Kreislaufwirtschaft funktionieren kann. In Traiskirchen etwa ermöglicht die „Bibliothek der Dinge“, Alltagsgegenstände wie Bohrmaschinen oder Partybeleuchtung auszuleihen, statt sie neu zu kaufen und die Geräte-Retter-Prämie verlängert die Lebensdauer von Geräten. Diese Initiativen wirken und werden auch von den Menschen angenommen. Sie sind aber derzeit freiwillig und wenig koordiniert. „Österreich hat zwar seit 2022 eine Kreislaufwirtschaftsstrategie, aber kein Gesetz, das klare Zuständigkeiten festlegt und verbindliche Ziele schafft. Die Bundesregierung hätte diesen Schritt längst setzen müssen. Weil das nicht passiert ist, haben wir das Ökobüro mit Unterstützung der AK Wien beauftragt, einen Gesetzesvorschlag auszuarbeiten. Jetzt ist er fertig“, freut sich Leitner.

Der Kreislaufwirtschaftsgesetzes-Entwurf von Global 2000 zeigt konkrete Wege aus der Verschwendung: Förderung von Sharing- und Reparaturangeboten, Kreislaufwirtschaft als fixer Bestandteil im Bildungssystem, Öffentliches Geld nur nach nachhaltigen Kriterien – Steuergeld für Zukunft statt Verschwendung und Einschränkungen für Werbung, die Wegwerfprodukte und Fast Fashion befeuert.

Mit einem Materialfußabdruck von rund 20 Tonnen pro Kopf und Jahr verbraucht Österreich deutlich mehr, als langfristig tragbar ist. Ohne klare Regeln steuern wir auf eine Zukunft zu, die chaotisch und teuer wird. Mit Kreislaufwirtschaft können wir den Welterschöpfungstag Schritt für Schritt wieder nach hinten verschieben – dorthin, wo er hingehört: ans Ende des Jahres.

WELTERSCHÖPFUNGSTAG AM 2. APRIL