CBD COP17: Österreichs Biodiversität im Faktencheck

Österreichs Natur unter Druck

Bei der UN-Weltnaturkonferenz (CBD COP17) in Jerewan ziehen die Vertragsstaaten bis 30. Oktober 2026 erstmals Bilanz über die Umsetzung des globalen Biodiversitätsabkommens. Der unabhängige Biodiversitäts-Monitor zeigt anhand öffentlich verfügbarer Daten, wo Österreich steht und welche Informationen fehlen.

29,3 Prozent der österreichischen Fläche sind geschützt (Eurostat, 2023), aber lediglich 2,9 Prozent streng geschützt. Von 114 Bewertungen österreichischer Lebensraumtypen im Zeitraum 2019 bis 2024 weisen nur 26 einen günstigen, hingegen 45 einen schlechten Erhaltungszustand auf.

Datenlücken gefährden die Erfolgskontrolle

Für 8 von 18 zentralen Leitindikatoren zum Zustand und zur Belastung der Natur ist das Monitoring nicht oder nur teilweise eingerichtet. Damit fehlen wesentliche Grundlagen, um Fortschritte bei der Erreichung der Biodiversitätsziele verlässlich zu überprüfen.

Wirksamer Naturschutz braucht messbare Ergebnisse. Der Biodiversitäts-Monitor macht sowohl den Zustand der Natur als auch die bestehenden Datenlücken sichtbar – und liefert damit eine wichtige Grundlage für eine faktenbasierte Biodiversitätspolitik.

OTS APA Presseaussendung biodiversitäts-monitor, 27.10.2026