Weltweite Kritik für Trumps Paris-Ausstieg

US-Präsident Donald Trump hat am vergangenen Donnerstag angekündigt, aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen. Der Vertrag sei schädlich für die US-Wirtschaft, so die Begründung. Unmittelbar nach der Ankündigung folge harte Kritik aus der ganzen Welt, auch aus der EU und Mitgliedstaaten.

Die EU-Kommission teilte mit, sie werde sich nun um neue Bündnisse im Kampf gegen den Klimawandel bemühen. Der Rückzug der USA sei ein trauriger Tag für die Weltgemeinschaft.

Frankreich, Deutschland und Italien haben Neuverhandlungen des Pariser Abkommens, wie sie von Trump angesprochen wurden,  ausgeschlossen. In einer gemeinsamen Mitteilung erklärten die Länder, die Dynamik des 2015 in Paris ausgehandelten Vertrags sei nicht aufzuhalten.

Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks erklärte, Trump habe sich für die Vergangenheit entschieden, der Rest der Welt für die Zukunft. Die EU und verschiedene Mitgliedstaaten hatten auf diplomatischen Kanälen versucht, Trump von einem Austritt abzubringen. Auch wenn dies nicht geschafft wurde, konnten die Staaten aber offenbar einen Domino-Effekt nach einem US-Ausstieg verhindern.

Deutschland hat derzeit die Präsidentschaft der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer der Welt (G20) inne und steht nun vor einem schwierigen Gipfeltreffen Anfang Juli in Hamburg. Merkel wollte die Staaten dort zu einem einheitlich Votum für den Klimaschutz bewegen. Im Rahmen der G7 war Italien damit vergangene Woche am Widerstand von Trump gescheitert, was zu einem offenen Zerwürfnis führte. Mit den USA außerhalb des Pariser Klimavertrages dürfte eine Abschlusserklärung noch schwerer werden.

 

EurActiv: Internationale Kritik an Trumps Plan zur Aufkündigung des Klimavertrags