Weniger Tierversuche? OECD erkennt neuen In-vitro-Test an

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Ende Juli 2010 hat die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein tierversuchsfreies Verfahren zur Ermittlung möglicher Hautreizungen in ihre Prüfvorschriften aufgenommen.

Die Tests müssen nun auf künstlichen Hautmodellen durchgeführt werden. Damit gibt es endlich ein weiteres Verfahren, um die hautreizenden Eigenschaften von Chemikalien und Kosmetika zu überprüfen. Bisher werden die Substanzen auf der nackten Haut von Kaninchen auf ihre Wirkung getestet. Durch die Aufnahme in die OECD-Prüfvorschriften gilt das Verfahren als behördlich anerkannt und besitzt weltweit Gültigkeit. Tierschutzorganisationen begrüßen die Endscheidung und erwarten, dass mit Einführung dieses In-vitro-Tests die Tierversuchszahlen für Kaninchen deutlich sinken werden.

Weitere Informationen (en)
OECD Guidelines for the Testing of Chemicals (PDF)