Wenn Kinder hungern: Die Chance der ersten 1.000 Tage

Mehr als eine Milliarde Menschen hungern, die Anzahl der Kinder ist dabei überproportional hoch.

Der „Welthunger-Index“ (WHI) für das Jahr 2010, der gemeinsam von der Deutschen Welthungerhilfe, dem Internationalen Forschungsinstitut für Agrar- und Ernährungspolitik (IFPRI) und Concern Worldwide vor kurzem veröffentlicht wurde, stellt der Welt ein Armutszeugnis aus.

Trotz einer Überproduktion an Lebensmitteln ist die Zahl der Hungernden in den letzten Jahren stetig gestiegen und erreichte 2009 eine Höhepunkt: mehr als eine Milliarde Menschen hatten nicht genug zu essen. Besonders schlimm ist die Situation in Südasien und in Afrika südlich der Sahara.

Der Anteil an Kindern ist dabei überproportional hoch und Unterernährung ist für sie oft lebensbedrohlich. Eine ausreichende Ernährung während der ersten 1.000 Tage im Leben eines Kindes - während der Entwicklung im Mutterleib bis hin zur Vollendung der ersten zwei Lebensjahre - entscheide oft über Leben und Tod, so die AutorInnen des Berichtes.

Die physische, motorische und geistige Entwicklung wird durch Unterernährung langfristig auch dann negativ beeinflusst, wenn das Kind überlebt. Ein Themenschwerpunkt des „Welthunger-Indexes 2010“ ist deshalb die Bekämpfung des Hungers bei Kindern durch gemeinsame internationale Initiativen.

Internationales Forschungsinstitut für Agrar- und Ernährungspolitik (IFPRI)
2010 Welthunger-Index