Wer hat Schuld an der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko? – BP veröffentlicht interne Untersuchungsergebnisse

BP veröffentlicht Anfang September 2010 die internen Untersuchungsergebnisse zum Unfallhergang auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko - und beschuldigt zwei Unternehmen der Mitschuld.

Laut dem 193 Seiten umfassenden Bericht, den BP auf seiner Webseite veröffentlicht hat, ist der Unfall durch eine komplexe Verkettung von technischen Fehlern, menschlichem Versagen und mangelhafter Konstruktion verursacht worden. BP gibt zwar eine Teilschuld an dem Desaster zu, beschuldigt in seinem Bericht aber noch zwei weitere Unternehmen: Transocean und Halliburton. „Eine Abfolge von Fehlern, bei der unterschiedliche Parteien beteiligt waren, war Schuld an dem Deepwater Horizon Ölunfall im Golf von Mexiko“ so BP.

Sowohl Transocean als auch Halliburton weisen die Anschuldigungen zurück. Transocean kritisiert die Planung von BP als fehlerhaft. „Sowohl in der Planung als auch in der Konstruktion hat BP eine Serie von Kosteneinsparungsentscheidungen getroffen, die das Risiko erhöhten“.
Halliburton kritisiert ebenfalls den Bericht, da er „etliche Versäumnisse und Ungenauigkeiten“ beinhalte. Außerdem sei man davon überzeugt, alle Leistungen gemäß den Angaben von BP erbracht zu haben.

Weitere Informationen (en)
Bericht von BP (en)