Wettlauf der Industriemächte um Rohstoffe auf dem Meeresboden
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Geschätzter Wert der Rohstoffe rund 33 Billionen Dollar.Die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) ist Teil der Vereinten Nationen (UNO) und zuständig für die Genehmigung von Erkundungen am Meeresboden. Sie lizenziert diese Gebiete auch an Staaten für die kommerzielle Ausbeutung der Rohstoffe.
Geschätzte 33 Billionen Dollar seien diese Rohstoffe zum heutigen Marktpreis wert, schreibt das Handelsblatt in seiner Berichterstattung über den „globalen Wettlauf um die Schätze der Tiefe“.
Nickel, Kupfer und Gold sowie die sogenannten Seltenen Erden, die für die Produktion vieler Hi-Tech Produkte notwendig sind. finden sich auf dem Meeresboden. Angesichts der immer stärker werdenden Rohstoffknappheit beginnen immer mehr Staaten und Unternehmen mit der Erkundung des Meeresbodens.
Deutschland hat sich bereits im Jahr 2006 ein Gebiet von 75.000 Quadratkilometern im Pazifik gesichert. Der geschätzte Wert an Rohstoffen am Meeresboden soll in diesem Gebiet 561 Milliarden Dollar betragen, berichtet das Handelsblatt.
Auch wenn es gelingt, diese Rohstoffe aus Tiefen von bis zu elf Kilometern zu fördern, ist ihre kommerzielle Auswertung zurzeit noch nicht gesichert. Noch fehlt es an der notwendigen Technologie für eine wirtschaftlich rentable Förderung und Gewinnung dieser Metalle und Mineralien, welche die enormen Kosten der Tiefseeförderung wettmachen würde.