WHO: Aktionsplan Umwelt und Gesundheit angenommen

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

Die pan-europäische WHO-Ministerkonferenz zu Umwelt und Gesundheit in Budapest endete am 25.6.2004 mit der Annahme des Aktionsplans zu Kindergesundheit und Umwelt (Cehape) sowie einer Ministererklärung.
Die Aktivitäten sollten eher bei der Vermeidung als bei der Heilung liegen und sich auf vier Bereiche konzentrieren:
Magen- Darmerkrankungen und anderer Erkrankungen die durch verschmutztes Wasser hervorgerufen werden, Gesundheitsfolgen von Unfällen und Verletzungen, Erkrankungen der Atemwege durch Luftverschmutzung sowie Risiken durch gefährliche Chemikalien, Lärm, UV-Licht und gefährliche Arbeitsumwelt.
Ab 2007 sollen die Unterzeichnerstaaten mit der Implementierung nationaler Aktionspläne zu Kindergesundheit und Umwelt beginnen, internationale Agenturen sollen die Entwicklung eines pan-europäischen Informationssystems für Umwelt und Gesundheit unterstützen. Die Fortschritte sollen 2007 evaluiert werden, die nächste Ministerkonferenz ist für 2009 geplant.

In einer gemeinsamen Presseaussendung vom 24.6.2004 kritisieren das Europäische Umweltbüro EEB, Friends of the Earth und Greenpeace die mangelnde Führungsrolle der EU bei der Konferenz. Der Input der Europäischen Kommission zum Aktionsplan und der Ministerrklärung ist nach Ansicht der NGOs zu schwach.
Die Geschäftsführerin der Europäischen Umweltagentur EEA, Jacqueline McGlade, sprach auf der Konferenz von einem "Großversuch" der Gesellschaft mit der Gesundheit von Kindern, der nur durch mehr und bessere Information gestoppt werden könne.

Website zur Konferenz (engl.)
Ministerdeklaration (engl. doc 44kb)
Cehape (engl. doc 450kb)
Abschließende Pressemeldung zur Konferenz (engl.)
Artikel EurActiv
Pressemeldung NGOs (engl. pdf 24kb)
Pressemeldung EEA (engl.)