WHO-Bericht: Große Gesundheitsrisiken durch Luftverschmutzung
Verkehr & Luft & Industrie
Nach einem Ende Jänner veröffentlichten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann eine langfristige Exposition gegenüber Feinstaub (PM2,5) zu Arteriosklerose führen, Geburten beeinträchtigen und Atemwegserkrankungen bei Kindern auslösen. Der Bericht über Daten zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung deutet zudem darauf hin, dass möglicherweise ein Zusammenhang mit der Entwicklung des Nervensystems, kognitiven Funktionen und Diabetes besteht, und erhärtet den kausalen Zusammenhang zwischen PM2,5 und Sterbefällen bei Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Forschungsarbeiten wurden im Auftrag der Europäischen Kommission im Rahmen der für 2013 vorgesehenen Überprüfung der EU-Politik für Luftqualität durchgeführt.„Die Forschungsergebnisse sind ein zentraler Input für die 2013 anstehende Überprüfung der EU-Politik für Luftqualität“, sagt EU-Umweltkommissar Janez Potočnik, der das Jahr 2013 zum Jahr der EU-Politik für Luftqualität erklärte. Es soll in diesem Jahr hervorgehoben werden, wie wichtig saubere Luft ist, wobei EU-weiten Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität besondere Aufmerksamkeit zukommen soll.
Die vollständige technische Fassung des Berichts wird im Frühjahr 2013 vorliegen, erste Ergebnisse sind bereits jetzt online in englischer Sprache verfügbar.
EU-Kommission Pressemitteilung
WHO-Bericht: Review of Evidence on Health aspects of air pollution – REVIHAAP (erste Ergebnisse)