„Wie gewonnen, so zerronnen“
Wasser, Meere & Fischerei
Neue Studie dokumentiert den steigenden Ressourcenverbrauch und die Auswirkungen auf Wasser.Eine neue Studie der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und des Sustainable Europe Research Institutes (SERI) zeigt die Auswirkungen des steigenden weltweiten Konsums auf den Verbrauch von Wasser. („Wie gewonnen, so zerronnen. Vom steigenden Ressourcenverbrauch und den Auswirkungen auf Wasser.“)
„Der direkte Wasserverbrauch - etwa durch Trinken, Kochen, oder Waschen - macht nur einen Bruchteil des europäischen Wasserverbrauchs aus. Der Großteil entsteht durch den Konsum von Gütern, die in ihrer Produktion sehr wasserintensiv sind. Mit dem Import von solchen Produkten konsumieren wir hier in Europa gleichsam Wasser aus anderen Regionen der Welt,“ kritisiert Lisa Kernegger, Ökologin von Global 2000.
„Unser Konsum übt demnach indirekt Druck auf die Wasserressourcen anderer Länder aus. Paradoxerweise wird oft ein großer Teil des Wassers in Ländern mit geringen Süßwasserreserven für die Produktion von Exportgütern für wasserreiche Länder verwendet. Das hat zu bedenklichen Veränderungen der regionalen Wasserversorgungssituation geführt“, erklärt Stephan Lutter, Ressourcenexperte von SERI.
Die UmweltschützerInnen kritisieren, dass eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung für die Mehrheit des Ressourcenverbrauchs verantwortlich ist. Laut Studie lebt in Europa, Nordamerika und Ozeanien nur rund ein Viertel der Weltbevölkerung, die Menschen in diesen Gebieten verbrauchen aber fast so viele Rohstoffe wie die gesamte restliche Weltbevölkerung.