Wie kommt eine nicht zugelassene Gen-Kartoffel auf Schwedens Felder?

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Nachdem die stärkereiche Gen-Kartoffel Amflora im März 2010 EU-weit zum Anbau zugelassen wurde, wurde in Schweden, Deutschland und Tschechien mit dem Anbau begonnen. Groß war die Überraschung, als sich unter den violettblühenden Amflora-Pflanzen auch einige Pflanzen mit weißer Blütenpracht fanden.
Diese entpuppten sich als Exemplare der Sorte Amadea – ebenfalls gentechnisch verändert, aber noch nicht zum Anbau zugelassen.

Wie konnte es trotz der angeblich strengen Sicherheitsvorkommen zu dieser Vermischung kommen? Diese Frage stellt nun auch die Europäische Kommission an BASF, den Hersteller beider Sorten.
BASF beschwichtigt: Die Vermischung sei bei einer Routinekontrolle entdeckt worden und betreffe nur rund 0,01% des Anbaus, genau 47 Amadea-Pflanzen zwischen geschätzten 680.000 Amflora-Pflanzen.

Artikel EurActiv