WWF: Kritik an dem Entwurf der Bodenstrategie

Die Naturschutzorganisation WWF kritisiert den Entwurf der Bodenstrategie stark und sieht Verschlechterungen im Vergleich zu früheren Entwürfen. Der aktuelle Entwurf kann die notwendigen Veränderungen nicht erreichten, weil die Verbindlichkeit fehlt. Außerdem enthält er kaum etwas zum Naturschutz und Verkehr. Die Veröffentlichung der Strategie ist im März geplant, bis dahin braucht es einen geänderten Entwurf, der die Reduzierung des Flächenfraß bis 2030 um zumindest 80 Prozent verwirklichen kann. Der Flächenfraß ist problematisch, weil er die Klimakrise und den Verlust der biologischen Vielfalt verstärkt.

Der WWF fordert daher den Landwirtschaftsminister sowie die Länder und Gemeinde-Vertretungen dazu auf, klare Ziele und wirksame Maßnahmen in der neuen Bodenstrategie festzulegen. “Besonders wichtig sind eine verbindliche Obergrenze für den Bodenverbrauch und rasche zeitliche Vorgaben”, betont Simon Pories. “Mit jedem verlorenen Jahr wird eine Fläche von der Größe des Wörthersees zubetoniert.” Zusätzlich braucht es eine ambitionierte Ökologisierung der Raumordnung, eine groß angelegte Naturschutz-Offensive und den raschen Abbau umweltschädlicher Subventionen in der Strategie.

Angesichts eines Bodenverbrauchs von im Schnitt 11,3 Hektar pro Tag verfehlt die Bundesregierung ihr eigenes Nachhaltigkeitsziel (2,5 Hektar bis 2030) derzeit um mehr als das Vierfache.

Wenn dem Flächenfraß nicht gegengewirkt wird, können Versorgungsengpässe und eine noch stärkere Erderhitzung drohen. Die Bodenstrategie darf keine schwache Absichtserklärung werden.

WWF kritisiert zahnlosen Entwurf der Bodenstrategie