WWF-Studie warnt vor dramatischem Waldverlust

Natur & Biodiversität

Der Erde droht bis 2050 ein Waldverlust von 230 Millionen Hektar, prognostiziert eine jetzt vorgelegte Studie des WWFs.

Das entspräche einer Fläche von der siebenfachen Größe Deutschlands. Derzeit verliert die Erde pro Minute Waldflächen in der Größenordnung von 35 Fußballfeldern.

Das Verschwinden der Wälder hätte erhebliche Folgen für Klima, Artenvielfalt und die weltweite wirtschaftliche Entwicklung, so der WWF. „Die Verantwortlichen des globalen Waldschwundes sind Politik und Wirtschaft. Sie sägen an dem Ast, auf dem wir alle sitzen“, meinte Philipp Götenboth, Leiter des Fachbereichs Wald beim WWF Deutschland in einer Presseaussendung anlässlich der Präsentation der Studie.

Der WWF zeigt auch, wie es anders geht. In der vom WWF unterstützten Initiative „Herz von Borneo“ stellen Unternehmen auf nachhaltige Landwirtschaft um, während gleichzeitig in dem 220.000 Quadratkilometer großen Gebiet die politischen Kriterien für die Nutzung und den Schutz von Land verschärft werden.

Die Studie ist das erste Kapitel des breit angelegten „WWF-Living Forests Reports“, der anlässlich des UN-Jahres der Wälder aufgelegt wird. Das nächste Kapitel der Studie zum Thema Bioenergie und Wald erscheint am 29. Juni.

WWF Deutschland Presseaussendung
WWF Studie Living Forests - Kapitel 1 (pdf)