Youtube: Das eiskalte Geschäft mit der Milch - Filmtage zum Recht auf Nahrung im Topkino

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Am 31. März 2015 läuft die Milchquotenregelung der Europäischen Union aus. Die Milchbauern können dann selbstständig über die von ihnen produzierte Menge Milch entscheiden.

Der Verein gegen Tierfabriken (VgT) zeigt in einem YouTube-Video die Schattenseiten des großen Milchkonsums in Österreich auf.

„Kühe geben nur Milch, wenn sie ein Kind bekommen haben. Um den Milchfluss zu erhalten, wird der Zyklus von Befruchtung und Geburt jedes Jahr wiederholt. Doch was passiert mit diesen Kälbern, insbesondere wenn sie männlich sind und daher nicht dazu geeignet, ihre Mütter in der Milchkuhherde zu ersetzen? Sie werden in den Süden geschickt, auf Tage langen Tiertransporten. 80.000 Tiertransporte pro Jahr, allein aus Österreich. Jeden Sonntag ab 22:00 Uhr beginnt ein LKW im Weinviertel, von Milchbetrieb zu Milchbetrieb zu fahren.“

Das 5-minütige YouTube-Video zeigt die 90-stündige Reise einer dieser Tiertransporte aus Österreich nach Spanien.

Mit dem Thema Milchproduktion beschäftigen sich auch die dieswöchigen Filmtage zum Recht auf Nahrung "Hunger.Macht.Profite.7".

Im März 2015 fällt mit dem EU-weiten Ende der Milchquote, die Milchmengen begrenzt hat, der letzte Schutz für die europäischen Kleinbauern und -bäuerinnen. Ist der Milchmarkt liberalisiert, drohen Überproduktion, Preisverfall und ein Anstieg der 'Megabetriebe'.

Einige Milchbauern und -bäuerinnen wehren sich gegen die Konzentrationswelle auf dem Milchmarkt und setzen auf direkte Vermarktung zu besseren Preisen oder gründen Bauernmolkereien, um sich vom Preisdiktat zu lösen.

Die Filmtage zum Recht auf Nahrung "Hunger.Macht.Profite.7" finden vom 12. bis 15. März im Topkino in Wien statt.

YouTube: Das eiskalte Geschäft mit der Milch
Hunger.Macht.Profite.7