YouTube-Video: Die Stromrebellen von Wildpoldsried - Smart Grid im Allgäu

Klima & Energie

Eine kleine Gemeinde in Bayern produziert mit erneuerbaren Energien doppelt so viel Strom wie sie verbraucht.

Rund 2.500 BürgerInnen leben in der kleinen Gemeinde Wildpoldsried im Allgäu, sie beziehen ihren gesamten Strom aus erneuerbaren Energien, die direkt im Dorf produziert werden: Auf einem Viertel der Dächer wurden Photovoltaikanlagen installiert. Windräder, Wasserkraft, und Biomasse erzeugen rund doppelt so viel Strom, wie die Gemeinde benötigt. Die Bauern von Wildpoldsried sind mittlerweile nicht nur Landwirte, sondern auch „Energiewirte“.

In einem kurzen Video (9 Minuten) beschreiben die Einwohner des Ortes und Mitarbeiter des Technologiekonzerns Siemens ihre Erfahrungen mit der flächendeckenden Anwendung erneuerbarer Energien in dieser Gemeinde.

Durch die hundertprozentige Stromversorgung mit alternativen Energien und die Überproduktion von Strom, der in das nationale Stromnetz eingespeist werden muss, sammelt Wildpoldsried jetzt schon Erfahrungen, mit denen der Rest von Deutschland erst in mehreren Jahren konfrontiert sein wird.

Auf der „Einbahnstraße“ vom Kraftwerk zum Verbraucher wird es in Zukunft zu „Gegenverkehr“ kommen, meint ein Siemens-Techniker im Video. Im Moment ist das Stromnetz nur auf Stromverbraucher ausgerichtet, nicht aber darauf, dass die Verbraucher selbst auch Strom erzeugen. Das Stromnetz muss in Zukunft intelligenter werden, und Wildpoldsried ist deshalb ein idealer Testort, um Erfahrungen mit „Smart Grids“ zu sammeln.

Der Technologiekonzern Siemens ist deshalb in Wildpoldsried sehr aktiv und arbeitet auch mit der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule an der weiteren Entwicklung der notwendigen Soft- und Hardware für zukünftige Smart Grids.

YouTube: Die Stromrebellen von Wildpoldsried - Smart Grid im Allgäu - 9 Minuten