Zahlreiche Organisationen unterstützen den Aufruf zum Schutz der Natur
Es hat Jahrzehnte gedauert, um wichtige Umweltgesetze zu erkämpfen. Wir sollten nicht zulassen, dass sie still und leise aufgeweicht werden. Um die Teilnahme an der Konsultation zum sogenannten „Umwelt-Omnibus" zu vereinfachen, haben mehrere DNR-Mitgliedsverbände Aktions-Webseiten gestartet. Nutzen Sie zum Beispiel die WWF-Mitmach-Seite oder gehen sie direkt auf die Konsultations-Webseite der EU-Kommission, um klarzumachen: Hände weg vom Naturschutz!
Hintergrund: Kehrtwende getarnt als „Vereinfachung“
Zahlreiche Umweltorganisationen warnen vor einem gefährlichen Rückschritt in Brüssel. Unter dem Deckmantel von „Vereinfachung“ und „Entbürokratisierung“ will die EU-Kommission zentrale EU-Umweltgesetze schwächen. Während Natur und Umwelt überall in Europa unter Druck stehen – Wälder brennen, Flüsse trocknen aus, Tier- und Pflanzenarten verschwinden – plant die Kommission nun ausgerechnet bewährte Umweltgesetze aufzuweichen. Gerade jene Regelungen, die für die Verbesserung des Zustands Europas Wälder, Moore und Flüsse geschaffen wurden. Sie sichern die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen: sauberes Wasser, frische Luft und lebendige Landschaften – und sollen helfen vor den Folgen der Klimakrise wie Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen zu schützen.
Mitten in der Sommerpause hat die EU-Kommission zum „Umwelt-Omnibus“ einen „call for evidence“ gestartet und Unternehmen, Organisationen und die Bevölkerung dazu aufgefordert, sich zu äußern, ob EU-Umweltgesetze abgeschwächt werden sollten. Offenbar in der Hoffnung, dass nur wenige Bürger:innen davon erfahren. Doch das #HandsOffNature – Bündnis betont: noch ist nichts entschieden! Wer sich jetzt an der öffentlichen Konsultation beteiligt, kann ein starkes Signal für die Natur setzen. Die Befragung läuft nur noch bis zum 10. September.
Position der Umweltschutzorganisation WWF
In ganz Europa können wir der Zerstörung der Natur zusehen. Noch ist nichts entschieden. Weil die EU-Kommission sich verpflichtet hat, eine öffentliche Befragung durchzuführen, können wir jetzt direkt Einfluss nehmen. Aber wenn bei der Befragung nur die mitmachen, die an der Ausbeutung der Natur verdienen, dann bestimmen ihre Interessen das Bild. Sobald aber tausende Bürger:innen aus ganz Europa gemeinsam klar sagen: „Hände weg vom Naturschutz!“, hat das Gewicht. Es hat Jahrzehnte gebraucht, um unsere Schutzgesetze zu erkämpfen. Lassen wir nicht zu, dass sie still und leise abgeschafft werden. Nutzen Sie Ihre Stimme und helfen Sie mit, unsere Natur zu verteidigen – gemeinsam können wir die Zukunft schützen!