Zehntausende bei Fridays for Future in Österreich

21. März 19 

Die weltweite Bewegung für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit nimmt immer mehr Fahr auf. Am vergangenen Freitag sind mehr in mehr als 2000 Orten in über 100 Ländern SchülerInnen und StudentInnen für ihre Zukunft auf die Straße gegangen. Allein in Österreich waren es bundesweit mehrere Zehntausend, allein in Wien bis zu 30.000.

Es war der erste globale Streiktag von Fridays for Future, das im vergangenen Jahr durch die Initiative der schwedischen Schülerin Greta Thunberg gestartet wurde. Junge Menschen in 2.052 Städten in 123 Ländern protestierten dabei gegen die Untätigkeit ihrer Regierungen und für Klimagerechtigkeit.

Neben Wien protestierten nach Angaben der Polizei auch 4.000 Menschen in Innsbruck, 3.000 in Linz, 1.300 in Graz, 1.000 in Klagenfurt und Salzburg und 1.500 in Bregenz. Sie kritisierten dabei die Klimapolitik der Bundesregierung und fordern die Ausrufung des Klimanotstands, eine öko-soziale Steuerreform, eine klimafreundliche Mobilitätswende und flächendeckende Bildung über das Klima.

In einem Video dankte Umweltministerin Köstinger den SchülerInnen für ihren Einsatz. Sie freue sich, dass „junge Menschen, Schülerinnen und Schüler, uns in diesem Kampf für mehr Klimaschutz auch unterstützen." Auf Twitter kritisierten die FFF-OrganisatorInnen Köstinger dafür jedoch scharf: „Wir lassen uns von Elisabeth Köstinger nicht für ihre eigenen Zwecke instrumentalisieren. Wir kämpfen ganz klar gegen ihre Untätigkeit.“

Am Montag waren einige der VertreterInnen der SchülerInnen sowohl bei Bundespräsident Van Der Bellen eingeladen. Dort forderten sie einen radikalen Kurswechsel in der Klimapolitik. "Die Jugend fordert Veränderung und sie fordert sie jetzt", so Mitorganisatorin Katharina Rogenhofer. Zuvor hatten sich die AktivistInnen bereits mit Umweltministerin Köstinger getroffen. "Wir werden auch weiter im Gespräch bleiben", sagte Rogenhofer danach. Sich vereinnahmen lassen oder von ihren Forderungen abrücken werden sie dabei aber nicht.

 

orf.at: Zehntausende bei Klimademos in Österreich

Kleine Zeitung: Van der Bellen und Köstinger empfingen Klima-Demonstranten

Der Standard: Demo-Organisatoren kritisieren Köstinger-Video: "Lassen uns nicht instrumentalisieren"