Zuerst mehr Forschung: Europaabgeordnete gegen Zulassung von Nano-Lebensmitteln

Chemie & Nanotechnologie

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments sprach sich Anfang Juni 2010 gegen die Zulassung von Lebensmitteln aus, bei deren Produktion Nanotechnologie genutzt wurde oder die von geklonten Tieren stammen.
Mögliche Risiken des so genannten Nano-Foods müssten erst genauer untersucht werden, so die Abgeordneten in ihrer Stellungnahme zur Novellierung der EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel. Durch Nanotechnologie erzeugte oder Nanopartikel enthaltende Lebensmittel dürfen demnach nicht auf den europäischen Markt kommen, solange sie kein Risikoprüfverfahren durchlaufen und sich als sicher erwiesen haben.

Laut Europäischer Kommission sind derzeit noch keine Nano-Lebensmittel im Handel. Die Einsatzmöglichkeiten von Nanotechnologie im Lebensmittelbereich sind jedoch vielfältig: Obst und Gemüse werden durch einen Mantel aus Nanopartikeln haltbarer, die Fließfähigkeit von Salatsdressings oder Saucen verbessert sich so, dass man auch noch den letzten Tropfen aus dem Behälter bekommt.

Zum Themenkomplex „neuartige Lebensmittel“ gehören auch Lebensmittel aus geklonten Tieren. Hier fordern die Mitglieder des Umweltausschusses eine Gesetzesinitiative, die Lebensmittel aus geklonten Tieren verbietet.
Nächster Schritt ist nun die zweite Lesung im Europäischen Parlament im Juli 2010. Der Bericht des Umweltausschusses bildet die Grundlage für die Entscheidung.

Pressemeldung Europäisches Parlament