Zulassung für Anbau weiterer Genpflanzen in EU geplant

Mitte Oktober 2016 will die EU-Kommission den Mitgliedstaaten vorschlagen, die Genehmigung von drei gentechnisch veränderten Maissorten zu verlängern. Es handelt sich um Mon810 (Monsanto),  BT11 (Syngenta) und die Sorte 1507 (Dupont).

Die Abstimmungen  im  zuständigen Ausschuss verfehlten bisher jedes Mal die qualifizierte Mehrheit für oder gegen eine weitere Zulassung. Unterdessen unterstützt die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA in einer aktuellen Stellungnahme die Pläne der drei Konzerne, den Anbau von Genmais in der EU auszuweiten, wie das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech mitteilte. 


Bisher darf in der EU nur eine Genmaissorte kommerziell gepflanzt werden. Monsanto, Sygenta und Dupont fordern eine Entscheidung, die es ihnen ermöglichen würde, 2017 das Saatgut für drei Genmaisvarianten zu verkaufen. Diese produzieren Insektengifte, zwei sind gegenüber Spritzmitteln resistent. 



Testbiotech befürchtet, dass neue Superunkräuter durch Kreuzungen entstehen könnten, wenn die EU-Kommission grünes Licht für den zusätzlichen Genmais gibt. Diese Gefahr sieht die EFSA hingegen nicht. Allerdings fehlen laut Testbiotech der Stellungnahme der Behörde Daten, die für die Risikoabschätzung entscheidend sind. 


Seit Langem fordern Kritiker, das Zulassungsverfahren für genmanipulierte Pflanzen in der EU zu reformieren. So sollten die Mitgliedstaaten schon mit einfacher Mehrheit der Kommission Entscheidungsvorgaben machen dürfen, und nicht erst mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit. [Quelle, DNR]


Quelle, DNR: Zulassung für Anbau weiterer Genpflanzen in EU geplant

Die Stellungnahme der EFSA



EU-Register für Genpflanzen



Testbiotech