Recyclingraten verbessern

Circular Economy Package (Abfall)

Wenn es um die Wiederaufbereitung von Abfall geht, kann EU-weit noch viel getan werden. Laut aktuellen Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) schneiden insbesondere die Osteuropäischen Länder schlecht ab, wenn es um die Zielsetzungen des Kreislaufwirtschaftspaketes im Bereich Abfallaufbereitung geht.

Um die Abfallproduktion insgesamt zu reduzieren, hat Zero Waste Europe (ZWE) nun einen pro-Kopf Verbrauch von 100 kg pro Person in jedem EU-Mitgliedstaat bis 2030 gefordert. Diese Grenze würde den Zielsetzungen des Kreislaufwirtschaftspaketes entsprechen. Darin ist vorgesehen, den nicht-recycelten Abfall pro Person um 35 Prozent bis 2030 zu verringern. Insbesondere osteuropäische Länder wie Lettland und Rumänien haben laut aktueller Eurostat-Daten geringe Recyclingraten. Allerdings gibt ZWE auch zu bedenken, dass diese Daten nicht zeigen, dass die Mitgliedstaaten mit sehr guten Ergebnissen in der Abfallaufbereitung auch mehr Müll produzieren.

Wie der Umweltnachrichtendienst ENDS berichtet, arbeitet der Dachverband „Municial Waste Europe“ derzeit ein Programm aus, das den Gebrauch von Systemen zur Abfalltrennung in den bisher weniger gut abschneidenden EU-Staaten steigern soll. Ziel ist es, die Umsetzung des Kreislaufwirtschaftspaketes auf lokaler Ebene sicherzustellen. Das Programm soll aufzeigen, wie die EU-Abfallgesetzgebung am effektivsten und kosteneffizientesten durchgeführt werden kann. Insbesondere Staaten in Osteuropa, die zum Teil nur Recyclingraten zwischen 3 und 15 Prozent (Zielsetzung des Kreislaufwirtschaftspaketes ist 65 Prozent) haben, sollen von der Initiative profitieren. [Quelle, DNR]

Quelle, DNR: Recyclingraten verbessern
Eurostat
Mitteilung Zero Waste Europe
Umweltnachrichtendienst ENDS zur Initiative von Municial Waste Europe 
(kostenpflichtiger Dienst)